Weihnachtsgrüße von eurer SPD Fraktion der Gemeinde Ratekau

Bild: Carlos Georg

Auch das Jahr 2021 stand in unserer politischen Arbeit das Thema Corona sehr im Fokus.

Wie können wir unsere Sitzungen unter Berücksichtigung der Abstandsregeln durchführen? Anfang des Jahres sah die Lösung oftmals so aus, dass die Sitzungen digital durchgeführt wurden. Zur Mitte des Jahres konnten wir wieder in einen (einigermaßen) normalen Sitzungsablauf in weitläufigen Räumlichkeiten zurückkehren. Auch wenn die digitalen Sitzungen zumeist sehr gut funktioniert haben, so waren auch alle froh als wir wieder in persönlichen Kontakt kommen konnten. Leider hat sich aber die Situation in den letzten Wochen wieder verschlechtert, so dass alle nicht notwendigen Treffen zum Jahresende abgesagt wurden. Auf politischer Ebene haben wir uns dafür eingesetzt, dass die Sitzungen in der Gemeinde ab sofort unter 3G Richtlinien durchgeführt werden. Sicherheit ist hier das oberste Gebot.

Die Themen, mit denen wir uns sonst auseinandergesetzt haben, waren vielfältig. Viele werden uns auch noch in den nächsten Jahren begleiten.

Dazu gehört die 380kV Leitung, die uns zu Beginn des Jahres große Sorgen bereitet hatte.

Die TenneT hatte den Trassenverlauf ohne ersichtliche Gründe von der bereits vereinbarten Vorzugstrasse auf einen Verlauf geändert, der unsere Gemeinde deutlich mehr betroffen hat als vorher absehbar war. Nach viel Kritik und einigen Gesprächen wurde der Trassenverlauf noch einmal zugunsten der Bedarfe der Gemeinde Ratekau angepasst.

Auch die Hinterlandanbindung zur Fehmarn – Belt – Querung ist ein Thema, dass viele Ressourcen gebunden hat und noch lange nicht am Ende ist.

Hier gab es monatlich neue Erkenntnisse und dann auch Ergebnisse. Mit dem Ergebnis, das zurzeit auf dem Tisch liegt, kann unsere Gemeinde zufrieden sein, da wir zumindest in Sachen Lärmschutz durch Entscheidungen des Bundestages viel erreichen konnten. Aber leider gibt es hier aus den umliegenden Gemeinden doch noch Initiativen, am bestehenden Ergebnis der Verhandlungen des Projektbeirates, an dem eigentlich alle Gemeinden beteiligt waren, rütteln zu wollen.

Das IGS Gelände musste in diesem Jahr für die Bebauung vorbereitet werden.

Das hieß, dass die Erschließung erfolgen, der B – Plan aufgestellt und die Kriterien für die Grundstücksvergabe festgelegt werden musste. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass ein möglichst großer Anteil sozialer Wohnraum geschaffen wird, eine Quote von 30% auf den Grundstücken der Mehrfamilienhäuser konnten wir durchsetzen. Das Baugebiet wird an eine innovative Wärmegewinnung durch Solarthermie und Blockheizkraftwerk angeschlossen. Die Kriterien zur Grundstücksvergabe der Einfamilienhäuser war ein lang diskutiertes Thema, wobei wir unsere Ideen am Ende leider nicht durchsetzen konnten. Mit der Auslosung haben wir aber einen Kompromissvorschlag gefunden, der zumindest keine Partei benachteiligen sollte. Mit unserem Namensvorschlag „Zum Lilienberg“ konnten wir die anderen Parteien überzeugen, hier wird die Dorfgeschichte ein wenig fortgeschrieben.

Die Weiterentwicklung des IGS Geländes, vor allem in Hinblick auf sozialen Wohnraum und alternative Wohnformen ist für uns eines der Zukunftsthemen. Besonders wichtig ist es der Fraktion, zur Schaffung und Entwicklung von Wohnraum für Menschen mit Migrationshintergrund beizutragen. Hier ist noch viel zu tun, um Menschen Perspektiven aufzuzeigen.

Im Sommer hat der Ortsverein mit einigen Aktionen zu den Radwegen und zur Radverkehrsfreundlichkeit in der Gemeinde gestartet, die wir als Fraktion gerne unterstützt haben. Die Infrastruktur zu ändern ist leider ein sehr langwieriger Prozess und viele Entscheidungen liegen nicht in unserer Hand, da sie auf Landesebene entschieden werden müssen. Wir können nur immer wieder den Finger in die Wunde legen! Einige Verbesserungen konnten wir aber auch kurzfristig erreichen, der Radweg zwischen Sereetz und Ratekau wurde zumindest ausgebessert und auch die Straßenführen an der Kreuzung in Techau wurde bei der Straßensanierung angepasst.

Die Haushaltsverhandlungen waren in diesem Jahr aus einer recht komfortablen Perspektive gestartet, da die Gemeinde aus den Grundstücksverkäufen beim IGS Gelände hohe Einnahmen zu verzeichnen hat. Aber ein Haushalt ist keine Momentaufnahme, sondern muss auch für die kommenden Jahre auf sicheren Füßen stehen.

Unser Schwerpunkt für den Haushalt lag an der Weiterführung der Bauarbeiten in der ev. Kita in Ratekau mit der Planung im Jahr 2022 und dem 2. Bauabschnitt in 2023. Hier lag ein Vorschlag der Verwaltung vor, die Planung zeitlich nach hinten zu schieben. Dies konnten wir erfolgreich abwenden, mit Unterstützung der anderen Fraktionen der Gemeinde.

Außerdem haben wir den Antrag der BFG Fraktion unterstützt, dass die Stunden der Schulsozialarbeit an allen Grundschulstandorten in der Gemeinde erhöht werden. Dies halten wir für essenzielle Arbeit mit den Kindern, Lehrern und Eltern und der Bedarf steigt immer weiter an, auch aufgrund der Entwicklungen durch die Corona – Pandemie.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir freuen uns alle auf eine kleine Verschnaufpause. Aber wir freuen uns auch darauf im nächsten Jahr mit spannenden Themen, kontroversen Diskussionen und vielen netten Begegnungen weitermachen zu können. Denn das ist der Grund, warum wir uns politisch engagieren, für die Menschen und mit den Menschen in unserer Gemeinde.

Euch allen wünschen wir ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch! Bleibt gesund, wir freuen uns auf ein Wiedersehen!